Plattdeutsches Musikfest
Präsentiert von der NDR 1 Welle Nord
Sie ist lebendiger als je zuvor - die plattdeutsche Musikszene. Altbewährte Künstler und faszinierende Newcomer geben sich an diesem Abend ein Stelldichein. Moderiert wird die Veranstaltung von geballter plattdeutscher Frauenpower, den beiden NDR 1 Welle Nord Moderatorinnen Tanja Stubendorff und Ines Barber.

Für den Sound des Abends sorgt dann auch die Gruppe Godewind. In diesem Jahr feiert sie ihr 30jähriges Jubiläum. In dieser Zeit brachten die Musiker von der Westküste über 30 Alben heraus und überzeugten bei zahlreichen Konzerten auch jenseits der norddeutschen Grenzen. Immer wieder bewies Godewind: plattdeutsche Musik muss nicht altbacken sein. Die Zutaten ihrer Lieder: ein moderner, poppiger Sound und Texte aus dem Hier und Jetzt. So schaffte die Gruppe es, plattdeutsche Musik gerade einem jüngeren Publikum schmackhaft zu machen. Unter anderem für dieses Verdienst wurden die fünf Bandmitglieder am 18. Mai 2009 von Landtagspräsident Martin Kayenburg mit dem „groten P." ausgezeichnet. Das ist in der Plattdeutschen Welt das, was in Hollywood der Oscar bedeutet. Ihr aktuelles Motto lautet: „Dörtig Johr Platt n'Roll - keen beeten mööd".

Was Godewind für die Westküste, das sind Claudia Piehl und ihre musikalischen Mitstreiter für den Osten des Landes. Die Sängerin und Musical-Regisseurin wird gemeinsam mit dem Frauenchor Bella Donna auftreten. Claudia Piehl hat Eckernförde zur Musical-Hochburg gemacht. Viele erfolgreiche Musical-Produktionen waren unter ihrer Regie in der Stadthalle Eckernförde und auf Tourneen durch Norddeutschland zu sehen. Bei dem Plattdeutschen Musikfest singt die ausgebildete Musicalsängerin plattdeutsche Songs aus der eigenen Feder oder Stücke, die sie liebevoll ins Plattdeutsche übersetzt hat. Dabei begleitet sie sich selbst auf ihrem Keyboard. Ihr Frauenchor „Bella Donna", 16 Frauen mit unverwechselbarem Sound, wird sie dabei unterstützen.
Die Hörer der NDR 1 Welle Nord kennen Jan Grafs Stimme aus der Platt-Reihe „Hör mal´n beten to". Doch spätestens seit seinem 2008 Erschienenen Album „Goot un Free" hat sich der 36-jährige auch einen Namen als Musiker gemacht. Seine Songs singt er zwischen Rock und Melancholie, schließlich prägte Heavy Metal seine musikalische Vergangenheit. Heute mag Jan Graf auch Liedermacher wie Helmut Debus, Volkert Ipsen, Kalle Johannsen. Dabei geht Graf immer seinen eigenen Weg: Im vergangenen Jahr erhielt er für seine niederdeutschen Texte und seine Musik den Bad-Bevensen-Preis.

Jochen Wiegandt versteht sich als Nachfolger der legendären Hamburger Volkssänger. Ihm ist es mit viel Liebe zur Sprache, zur Geschichte und zu den Menschen gelungen, die schönen alten Lieder für unsere schnelle Zeit zu bewahren und teilweise ganz neu zu arrangieren. Als Musiker, Liedersammler und Autor präsentiert er Traditionelles auf CDs und Bühnen, in Büchern und TV- und Radiosendungen. Dabei zeigt er immer wieder, dass ihm nicht nur plattdeutsche Sprache und Liedgut am Herzen liegen. Jochen Wiegand hat mit seinen humor- und schwungvollen Shows schon so manche „Bühne gerockt", und das Publikum atemlos gemacht.
Seit nunmehr 5 Jahren spielt und singt Fabius mit bluesig-souliger Stimme auf Plattdeutsch; nicht nur als Bauer Berndt im Hamburger „Ohnsorg Theater" in dem Kultstück „Rock op Platt". Über diesen Weg lernte er die plattdeutsche Sprache sprechen und lieben und entschloss sich, neue, niederdeutsche Wege zu gehen. Sein aktuelles Album: „Ik Leev - Dat Kotte Album" ist im Plattdeutsch-Pop angesiedelt . Schon zuvor musizierte und schauspielerte Fabius erfolgreich. Kein Wunder bei seinen vererbten Anlagen... Seine Mutter ( Ungarin ) sang und spielte in diversen Filmen kleinere Rollen und sein Vater ( Italiener ), der wohl maßgeblich für seine berufliche Laufbahn verantwortlich war, spielte als Trompeter weltweit in diversen Orchestern.

Montag, 7. September 2009, 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr, Werkhalle
Eintritt 15,-/ 12,-
Weitere Informationen:
www.wellenord.de