Sarban Chowdhury aus Indien und Julia Schuster aus Österreich zeigen Werke, die während ihres sieben wöchigen Stipendienaufenthaltes im Keramikkünstlerhaus Neumünster entstanden sind.
Sarban Chowdhury setzt sich mit gesellschaftlichen und ökologischen Zusammenhängen auseinander. In seinen Arbeiten verbindet er Keramik mit Text- und Bildmetaphern, um Machtstrukturen, soziale Tabus und geopolitische Einflüsse zu reflektieren. Ironie und satirische Narrative dienen dabei als Mittel, menschliches Verhalten und gesellschaftliche Widersprüche sichtbar zu machen und zugleich einen kritischen Blick auf den Zustand von Umwelt und Gesellschaft zu werfen.
Julia Schuster widmet sich dem Nabel als vielschichtigem Symbol für Verbindung, Trennung und Transformation. In skulpturalen und performativen Arbeiten untersucht sie Parallelen zwischen Körper und Material. Aus rohem Ton, gebrannter Keramik und Text entwickelt sie eine ortsspezifische Installation, die die Dualität des Materials – fragil und widerständig, konkav und konvex – erfahrbar macht und zu einer kontemplativen Begegnung mit Körper, Erinnerung und Wandel einlädt.
Eröffnung: 24. September, 18 Uhr
Öffnungszeiten:
25. September – 27. September jeweils 14 – 17 Uhr
Eintritt: frei
